Rekonstruktion des Gesichtsschädels mit 3D Druck

Rekonstruktion des Gesichtsschädels mit 3D Druck

Die Augenhöhle bildet das Skelett des Schutzapparats des Augapfels. Unter den Hauptursachen für die Verletzungen sind Verkehrsunfälle, Körperverletzungen, Sportunfälle oder Stürze zu erwähnen. Aus den vier Knochen, die die Augenhöhle bilden, wird meistens der untere Knochen gebrochen. Die Verletzungen der Augenhöhle können zu dauerhaften Gesichtsdeformationen und einer Sehstörung führen, daher sind die richtige Diagnostik und die richtig getroffenen Therapieentscheidungen enorm wichtig.

Während einer traditionellen chirurgischen Behandlung wird die Augenhöhle mit einer entsprechend vorbereiteten Titanplatte stabilisiert, die erst während der Operation geformt wird. Dies beeinflusst die Dauer der OP und erhöht das Risiko des Auftretens von Komplikationen.

Die Verwendung von modernen Technologien – darunter 3D-Druck – erlaubt die Dauer der OP zu verkürzen und das Risiko der Komplikationen zu mindern. Im Laufe der Vorbereitungen auf eine Operation wird der Schädel des Patienten gescannt und dann anhand des Scanns wird ein 3D-Modell einer gesunden Augenhöhle im Spiegelbild erstellt. So ein vorbereitetes Modell wird mit einem 3D-Drucker gedruckt. Noch vor dem Beginn der Operation erfolgt dann die Anpassung und Formung einer Titanplatte auf dem erstellten Modell.

Die 3D-Ausdrucke können ebenfalls bei der Anpassung des Schienbeinknochens verwendet werden. Solche Anpassungen werden auch u.a. bei Eingriffen zur Rekonstruktion vom Unterkiefer durchgeführt. Anhand eines gesunden Teils des Unterkiefers wird ein Scann erstellt und dann ein 3D-Modell im Spiegelbild. Der fehlende Teil des Unterkiefers wird virtuell mit der entsprechenden Software ausgeschnitten und in 3D gedruckt. Anhand des 3D-Ausdrucks wird der Teil des Schienbeinknochens geformt und dem Patienten implantiert.

Marcin Szymański
VSHAPER Product Manager